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WLAN muss gesichert werden

Von admin | Mai 16, 2010

1.) Was ist ein WLAN

Ein WLAN (Wide Area Local Network) ist ein Internetzugang der seine Daten per Funksignal überträgt.

Sehr beliebt sind WLANs, da sie eine große Flexibilität beim Benutzen ermöglichen. Zum Beispiel beim Wechseln von Räumlichkeiten und der dabei ununterbrochenen Internetverbindung.

Der große Nachteil an einem WLAN ist, dass es seine Daten kreisförmig vom Sender ausgehend in alle Richtungen verschickt. Die Reichweite kann dabei leicht 100 Meter und mehr betragen.

Die Nachbarn können so das eigene WLAN ohne Probleme mit nutzen, wenn dieses nicht gesichert ist.

2.) WLAN sichern

Es gibt mehrere Möglichkeiten ein WLAN zu sichern. Häufig gebrauchte Abkürzungen in diesem Zusammenhang sind WEP (Wired Equivalent Privacy) und WPA (Wifi Protection Access).

WEP ist dabei die ältere und zugleich unsichere Methode. Beide Methoden sind allerdings besser, als gar keine WLAN-Sicherung zu verwenden.

Sicher ist allerdings ein WLAN niemals! Das einzig sichere ist das Surfen per Kabel, da jede WLAN-Sicherung gebrochen werden kann.

3.) Rechtlicher Hintergrund

Wie oben schon beschrieben kann jeder Mensch im Funkkreis eines ungeschützten WLANs dieses auch benutzen.

Da alle Teilnehmer in einem WLAN nur mit einer sogenannten IP-Adresse (Eindeutige Kennung im Internet) ins Internet funken, kann nur der Besitzer des WLANs für rechtliche Verstöße ausfindig gemacht werden.

Dies ist natürlich auch seit den Zeiten der Vorratsdatenspeicherung leicht möglich, da die IP-Adresse und dessen Nutzer bei den Internetprovidern für 6 Monate gespeichert wird!

Da wie gesagt kein Nutzer, sondern nur ein Besitzer eines WLANs identifiziert werden kann, hat er auch die Beweislast im Falle eines Rechtsverstoßes. So ein Verstoß kann im Urheberrecht liegen (Musik oder Filme werden heruntergeladen), im verfassungsfeindlichen Bereich (linke oder rechte Propaganda) oder im Strafrecht (Kinderpornographie).

Der Besitzer eines WLANs wird daher immer das Problem der Beweislast haben, dass er nicht derjenige war, der die verbotenen Daten herunter- bzw. heraufgeladen hat.

4.) Gerichtsurteile

Es gibt zu diesem Thema schon viele Gerichtsurteile und diese gehen in sehr unterschiedliche Richtungen.

Von gar kein Verschulden für den WLAN-Besitzer bis volle Haftung, was gern ein paar hunderttausenden EUR sein können.

Der BGH (Bundesgerichtshof) hat vor kurzem entschieden, dass den Besitzer eines ungeschützten WLANs eine Störer- oder Mitstörerhaftung trifft.

Dies führt dazu, dass er eine Abmahngebühr zahlen muss, aber keinen Schadensersatz für den möglichen Urheberrechtsverstoß.

Durch die Begrenzung auf die Abmahngebühr liegt die Forderungshöhe bei maximal 100,- EUR, wenn eine Anwaltskanzlei eine entsprechende Unterlassungserklärung verschickt.

Die Deckelung auf 100,- EUR stehht allerdings nur in der Pressemitteilung des BGHs vom 12. Mai: "Der Beklagte haftet deshalb nach den Rechtsgrundsätzen der sog. Störerhaftung auf Unterlassung und auf Erstattung der Abmahnkosten (nach geltendem, im Streitfall aber noch nicht anwendbaren Recht fallen insofern maximal 100 € an).".

In der Urteilsbegründung steht dieser Hinweis nicht mehr drin, sodass die 100,- EUR-Deckelung bei Abmahnungen wegen nur eines Songs nicht vom BGH bestätigt wurde.

Dies ist allerdings der aktuelle Stand und bei der Musikindustrie-Lobby könnte sich die Forderungshöhe auch noch wieder nach oben ändern.

5.) Google und WLAN

Ebenfalls aktuell kam heraus, dass Google bei seinen Aufnahmen für Google Street View auch private Daten aus ungeschützten WLANs gespeichert hat. Zum Beispiel E-Mails und Inhalte von abgerufenen Webseiten.

Dieses können natürlich auch alle anderen Leute mit einer böswilligen Intuition machen bzw. bei der Gelegenheit auch gleich die gesamte Kontrolle des heimischen Rechners übernehmen.

6.) Hilf bei der Verschlüsselung von WLANs

In Hamburg bietet der PC Support Hamburg sehr kostengünstig Hilfe bei der Verschlüsselung von WLANs.

Stand 16. Mai. 2010

Alle Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Trotzdem wird keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen übernommen. Außerdem können wir keine rechtliche Beratung leisten. Bitte setzen Sie sich hierfür mit einem Anwalt der entsprechenden Fachrichtung oder der Verbraucherzentrale in Verbindung.

Weitere Informationen aus der Rubriken: Rechtslexikon - W, Strafrecht

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